Herzlich Willkommen!

Nobody is an island!

Niemand ist eine Insel!

Unser Partnerschafts-Motto ist die Übertragung der Aussage ‚Keiner lebt für sich allein’ ins Englische.

Sie trifft den Kern dessen, was unsere Partnerschaft mit dem YMCA Manjama im westafrikanischen Sierra Leone trotz der großen räumlichen Distanz und der unterschiedlichen Lebensbedingungen im Wesentlichen ausmacht:

Wir gehören zusammen, weil wir gemeinsam auf einem Glaubensweg unterwegs sind!

Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl hat es aber schwer, wenn wir nur versuchen, mittels Korrespondenz einander näher zu kommen.

Deshalb sind die gegenseitigen Besuche so wichtig, um immer mehr und besser zu verstehen, wie die anderen so ticken.

Leider hat es in den 30 Jahren, die unsere Partnerschaft nun schon besteht, immer wieder schwerwiegende Gründe gegeben, warum Besuche nicht möglich waren:

ein zehnjähriger Bürgerkrieg und zuletzt die Ebola-Epidemie in Westafrika.

Die hat vor 5 Jahren den geplanten Besuch aus Sierra Leone verhindert und so ist es jetzt schon wieder 9 Jahre her, dass Betty Mattia und Justin Marva bei uns zu Gast waren.

Auf dem Foto vor der Hand seht Ihr die Beiden links und rechts, in der Mitte sind der damalige Nationalverbandsvorsitzende Siaka Charles und der (immer noch) amtierende Generalsekretär Christian Kamara zu sehen.

Umso mehr freuen wir uns, dass es in diesem Herbst wieder die Möglichkeit für einen persönlichen Austausch geben wird.

In der Zeit vom 13. – 28.09.2019 werden 2 Delegierte unseres Partnervereins bei uns in Ennepetal zu Gast sein.

Inzwischen wissen wir, wer sich diesmal auf den Weg macht:

Wir stellen ein buntes Programm für die Beiden zusammen, damit sie unsere Gruppen, unsere Gemeinde, unsere Stadt und unseren Alltag kennenlernen.

Zu folgenden Programmpunkten mit den beiden Gästen laden wir herzlich ein:

So, 15.09.2019 um 11.00

Familiengottesdienst mit anschließendem Imbiss (Martin-Luther-Kirche)

So, 22.09.2019 um 11.00

Gottesdienst mit Abendmahl (Martin-Luther-Kirche)

So, 22.09.2019 um 19.00

Kinoabend ‚Soul in the machine’ (über die Gründung des YMCA vor 175 Jahren)

(Martin-Luther-Kirche)

Do, 26.09.2019 um 19.00

Farewell-Party

(Jugendheim)

Wir suchen noch Gastgeber, die bereit sind, Justin oder Theophilious für eine Woche aufzunehmen.

 

Interessenten dürfen sich gerne unter der Nummer 72665 bei mir melden.

Erster kleiner Reisebericht als Vorgeschmack

Zwei Schwestern auf dem Weg zur Besuchsreise nach Sierra-Leone

Die Zeit nach Ebola- Situation im YMCA Sierra- Leone

Offiziell wurde Sierra Leone am 7. November 2015 von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) als "Ebolafrei" deklariert. Kein Wunder, dass die Bewohner des Landes dieses Ereignis überschwänglich feierten. Das war dann auch die erste erlaubte öffentliche Feier seit anderthalb Jahren. Dennoch ist Vorsicht geboten, da es im Nachbarland Guinea immer noch vereinzelte Fälle gibt. Auch im YMCA Sierra Leone ist Erleichterung eingekehrt, da die ernsthafte Gesundheitsbedrohung erst einmal gebannt ist. Dementsprechend konzentriert er sich jetzt auf die Ebola-Nachwirkungen, auf Programme für ausgegrenzte Ebola-Überlebende und Ebola-Waisen. So hat der YMCA zu Beginn der Regenzeit mit Hilfe des CVJM-Westbundes auch 100 Landfamilien mit Saatreis und Werkzeugen versorgen können, bei denen Ebola-Opfer zu beklagen waren und die ihr Saatgut haben selber essen müssen, um bei der schlechten Versorgungslage zu überleben. Seit September 2014 konnte der CVJM-Westbund dank des intensiven Engagements von CVJM-Mitgliedern, Mitarbeitenden und Ortsvereinen insgesamt sechs Lebensmittelverteilaktionen finanzieren - den sogenannten "Solidaritätsreis". So erhielten YMCA-Familien und Ebola-Betroffene ca. alle zwei Monate eine nicht zu unterschätzende Lebensmittelration und das gerade auch vor den großen Festen. Auch unser Partnerverein, der YMCA Manjama Branch Bo, hat seinen Anteil am Solidaritätsreis bekommen und in der Vereinsfamilie aufgeteilt. Da das öffentliche Leben während der Ebola-Epidemie praktisch zum Erliegen gekommen ist, konnten in dieser Zeit auch keine Vereinsaktivitäten stattfinden. Im Sommer 2014 musste von den deutschen Partnervereinen, die im Arbeitskreis Sierra Leone des CVJM-Westbundes zusammengeschlossen sind, die schwere Entscheidung getroffen werden, die für den Herbst 2014 geplante Besuchsreise zu verschieben. Es ist geplant, dass dieser Besuch nun mit 2-jähriger Verspätung im Herbst 2016 nachgeholt wird. Eckard Geisler, der Westbund-Sekretär für internationale Beziehungen fliegt im Januar 2016 nach Sierra Leone und wird mit den Verantwortlichen des YMCA-Nationalverbandes die Durchführung der Besuchsreise besprechen.

Wir sind gespannt auf das Ergebnis und freuen uns auf die Möglichkeit einer persönlichen Begegnung im Jahr 2016.

 

 

 

 

 

 

Chronik der Vereinspartnerschaft zwischen dem CVJM Altenvoerde und dem YMCA Manjama Branch Bo, Sierra Leone, Westafrika

Wie kommt es dazu, dass ein deutscher CVJM eine Vereinspartnerschaft mit einem westafrikanischen YMCA eingeht?

Ende der achtziger Jahre war Fritz Pawelzik in den Vereinen des Westbundes unterwegs, um Werbung für die Vereinspartnerschaften zu machen. Er hatte zuvor einige Jahre als sogenannter „Bruderschaftssekretär“ des CVJM-Westbundes die YMCA-Arbeit in Ghana, ebenfalls ein westafrikanisches Land, unterstützt und er wollte die Partnerschaft zwischen dem deutschen CVJM und dem YMCA Sierra Leone durch die Gründung von Vereinspartnerschaften voranbringen.

1989 kam es dann zur ersten Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages zwischen Altenvoerde und Manjama, der in regelmäßigen Abständen erneuert wird.

Eingebunden ist unsere Vereinspartnerschaft in die Weltdienstarbeit des CVJM-Westbundes.

Da eine solche Partnerschaft von persönlichen Kontakten lebt und die gegenseitigen Besuche das Herzblut der Partnerschaft sind, gab es in den Jahren danach eine Reihe von Besuchen in beide Richtungen.

Eigentlich ist ein 2-jähriges Intervall für die Besuche vorgesehen, allerdings hat der von 1991 bis 2002 dauernde Bürgerkrieg in Sierra Leone Besuche zeitweise schwierig bis unmöglich gemacht.

Anfangs war es noch sehr mühsam mit der Kommunikation, da Briefe auf dem Postweg teilweise 6 Wochen unterwegs waren und man nie sicher sein konnte, ob sie überhaupt ankommen. Dank Internet können wir heute per Mail kommunizieren – unsere Partner nutzen dafür Internet-Cafés in Freetown und Bo – oder aber dem Westbund-Sekretär für internationale Beziehungen mitgeben, der Sierra Leone in der Regel dreimal pro Jahr besucht.

 

Unser Partnerverein hat in den zurückliegenden Jahren ein Grundstück im Zentrum des Ortsteiles Bo-Manjama erworben und plant mit unserer Unterstützung die Errichtung eines Vereinshauses.

Übersicht der gegenseitigen Besuche

Sprache

Die Stadt Bo, in der unser Partnerverein beheimatet ist, ist die zweitgrößte Stadt Sierra Leones und liegt im Südosten des Landes. Die „Mende“ sind die größte ethnische Gruppe in der Region und so haben wir bei unseren Aufenthalten auch einige Mende-Vokabeln gelernt (siehe rechts).

 

 

Waffelverkauf auf dem Weihnachtsmarkt rund um die Kirche 2013

Diese Seite beinhaltet:

  • Chronik der Vereinspartnerschaft
  • Übersicht der Besuche
  • Sprache
  • Steckbrief über Sierra- Leone
  • Reisebericht 2013
  • Fotos vom Waffelverkauf auf dem Weihnachtsmarkt 2013

Termine nach Vereinbarung

Steckbrief von Sierra- Leone

•Westafrikanische Atlantikküste

• Nachbarländer: Guinea und Liberia

• Größe 72000 km2 (entspricht in etwa Bayern)

• Hauptstadt Freetown (ca. 1 Mio. Einwohner)

• ca. 5,3 Mio. Einwohner insgesamt

• Ethnien: Mende, Temne, Limba, Kono, Kreo u.a.

• Amtssprache Englisch, da vormals britische Kronkolonie

• Human Development Index 2012: Platz 177 von 186 Ländern

Kleiner Sprachkurs

Begrüßung auf Mende:

Hallo – Bua

Hallo und Danke - Bua e bisje

Wie geht es Dir? – Kahu yena?

Gut, danke – Kaye ngoma

Wie heißt Du? – Bibiye?

Ich heiße ... - Nja biye mia ....

 

Abschied auf Mende:

Maloh – Tschüss

Maloh we – Auf Wiedersehen

Maloh sina – Tschüss, bis morgen

Mupokoh – Gute Nacht